Nachbarschaftsduell mit Siegteilung

Im Bayernliga Metropolderby trennen sich die Fürth Pirates und die Erlangen White Sox mit einer Siegteilung: Spiel 1 geht deutlich mit 10 Run Rule 18:6, in der zweiten Partie unterliegen die Pirates 9:10.

Die Fürther Offense war an diesem Maifeiertag bestens aufgelegt, im ersten Inning konnten Yoel und Jose Hernandez, Max Lauer und Joseph Williams sowie Anibal Rojas, der mit seinem Triple für zwei Runs sorgte, fünf Piraten die Platte zum 5:0 überqueren. Aber auch die White Sox waren gut auf ihren Season Opener vorbereitet und antworteten unmittelbar ebenso mit fünf Runs zum 5:5, auch hier fand der Ball die Lücke im großen Erlanger Outfield zu einem Triple. Für die Gäste konnte Leo Tellez den Führungspunkt zum 6:5 holen, während Jesse Chambless als Pitcher die Erlanger Offense im Zaum und punktlos hielt. Fürth nutzte im 3. Inning dann die Chance, nachzulegen: Anibal Rojas und Nils Pöllot auf den Bases punkteten auf ein Double von Leo Tellez. Weitere gut platzierte Hits unterstützt durch insgesamt drei Errors in der Verteidigung ermöglichten es Tellez, Hernandez, Lauer und Williams ebenfalls zu punkten und den Vorsprung auf 12:5 auszubauen. Felix von Steirteghem konnte für die Gastgeber auf 12:6 verkürzen, das Momentum der Fürther Offensive war jedoch ungebrochen. Fünf Runs im 4. Inning und ein weiterer Punkt im 5. Inning schraubten die Führung der Gäste auf 18:6, zeitgleich gelang im Erlanger Angriff nichts Zählbares mehr, so dass durch 10 Run Rule Schluss war.

Die Pirates legten auch im zweiten Spiel direkt gegen Pitcher Volker Lang mit zwei Runs durch Yoel Hernandez und Nils Pöllot vor, Leo Tellez konnte die Erlanger Batter 1, 2 und 3 wieder auf die Bank schicken. Allerdings hatte auch das Erlanger Pitching ins Spiel gefunden und drei Batter in Folge in Outs verwandelt, so dass es zur Mitte des 2. Innings unverändert 2:0 stand. Volker Lang schickte den Ball ins Outfield und konnte im Anschluss auf einen passed ball auf 2:1 verkürzen. Kurz war dann auch das 3. Inning für die Fürther Schlagleute, zwei Flyouts und zwei Groundouts ließen den Offensivmotor stottern. Die White Sox witterten ihre Chance, Hit auf Hit gelang und Colmenares, Wörand und Hüttner drehten mit ihren Runs das Spiel im Handumdrehen zu einem 2:4 aus Fürths Sicht. Inning Nummer 4 blieb ohne Runs, Yoel Hernandez verkürzte im 5. Inning zunächst auf 3:4 und Max Lauer sowie Joseph Williams scorten auf ein Triple von Kevin Kelley zur 5:4 Führung der Pirates. Erlangen konnte jedoch sofort im nächsten Halbinning durch Volker Lang den Spielstand egalisieren. Das 6. Inning startete direkt mit einem Hit by Pitch für Anibal Rojas, woraufhin die White Sox den Pitcher wechselten, was sich jedoch nicht bewähren sollte: Rojas erzielte wenig später die Führung, mit Samuel Sanchez und Nils Pöllot on base schlug Yoel Hernandez wieder ein Triple und punktete selbst auf Basehit von Max Lauer. Joseph Williams markierte den letzten Run des Innings zum zwischenzeitlichen 9:5. Für Tellez übernahm Max Lauer als Pitcher und hielt Erlangen an der kurzen Leine, auch auf Seiten der Pirates blieb alles beim Alten. Die Pirates brauchten also noch drei Outs, um mit zwei Siegen im Gepäck die Hugenottenstadt zu verlassen. Doch die White Sox hatten andere Pläne: Sebastian Eger läutete mit seinem Hit den Gegenangriff ein, die Fürther Defense leistete sich gleich zwei Errors und ehe man sich versah stand es 9:8, es fehlte nur ein Out für den Sieg, als Tim Hüttner an die Platte trat. Und der machte kurzen Prozess, schlug den Ball ins Outfield und ließ Benno Wörand und Kent Mehldau die Bases umrunden zum umjubelten 9:10 Sieg für die Sox.

Für die Pirates sicher eine ärgerliche Niederlage, doch viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht: Am Sonntag, 10.5., geht es zu den Gators nach Ausgburg – vielleicht kann man dort zwei Siege entführen.