Im Nachbarschaftsduell gegen die White Sox aus Erlangen konnten sich die Pirates in beiden Spielen behaupten und sicherten sich einen 11:8 und 16:5 Doppelerfolg. Ein Spieler konnte dabei offensiv besonders glänzen: Joseph Williams.
Die Erlanger konnten früh gegen Pitcher Jesse Chambless in Führung gehen, Tim Hüttner, Zach Clawson und Charly Karmo brachten drei Runs zum 0:3. Nils Pöllot konnte zumindest einen Punkt zum 1:3 beisteuern. Chambless fand besser in Spiel, ließ im 2. Inning keine Runner zu, während Sebastian Rittler den Anschlusszähler zum 2:3 erzielen konnte. Für die White Sox erhöhte Kevin Cabarcas durch seinen Homerun auf 2:4 im 3. Inning – Sebastian Rittler verkürzte im 4. Inning erneut auf einen Punkt Unterschied mit 3:4. Nachdem das 5. Inning für beide Teams ohne Runs blieb hatten die Pirates noch 6 Outs, um das Spiel zu drehen, doch zunächst war Erlangen in der Offensive, und die nutzten die Gelegenheit: zunächst ein Run durch Steirteghem und später ein 2-Run-Homerun von Zach Clawson versahen die White Sox mit einem komfortablen Vorsprung von vier Runs. Doch die Hausherren wollten sich nicht kampflos die Butter vom Brot nehmen lassen – unterstützt durch Kontrollprobleme des Erlanger Pitchers. Vier Walks in Folge und ein Hit by Pitch sowie wild pitches und passed balls sorgten für volle Bases und den neuen Punktestand von 5:7, Yoel Hernandez‘ Hit legte das 6:7 nach. Mit voll besetzten Bases trat Joseph Williams an den Schlag und wuchtete den Ball für einen Grand-Slam-Homerun über den Zaun und drehte das Spiel somit zum 10:7. Jose Hernandez setzte den offensiven Schlusspunkt des Innings mit 11:7. Benno Wörand konnte zwar noch einen Run für die Gäste holen, den 11:8 Sieg der Hausherren konnte sein Team aber nicht mehr abwenden.
Der Beginn des zweiten Spiels war dann zunächst eine Kopie des ersten: Hüttner, Clawson und Karmo mit drei Punkte für Erlangen – doch Fürth konnte nicht punkten, die White Sox im 2. Inning aber ebenso wenig. Auch in dieser Partie blieben die Pirates dran, verkürzten durch Kevin Kelley auf 1:3. Zur Mitte des 3. Innings schien also alles offen. Das sollte sich dann aber recht schnell ändern auf eindrucksvolle Weise. Anibal Rojas kam per Walk auf Base, Joseph Williams trat an und schickte auch in diesem Spiel den Ball über den Zaun zum 3:3 Ausgleich. Das schien der Weckruf für die Offense gewesen zu sein, denn dann lief die Maschinerie – trotz 2 Outs – so richtig an. Ein Fürther Runner nach dem anderen überquerte Homeplate, Im Handumdrehen stand es 7:3. Joseph Williams, der in diesem Inning bereits einen Homerun geschlagen hatte, trat an die Platte mit voll besetzten Bases – und wiederholte sein Kunststück aus dem ersten Spiel: Grand-Slam-Homerun, 11:3. Doch damit noch nicht genug der Kuriositäten: Direkt nach Williams Homerun schlug Jose Hernandez den Ball über die Spielfeldbegrenzung – und im Anschluss auch noch Kevin Kelley einen Homerun, somit also Back-to-Back-to-Back-Homeruns. Die White Sox versuchten sich zu wehren, konnten allerdings nur zwei Punkte zum 13:5 dagegenhalten. Und die Gastgeber ihrerseits konnten zum Ende des 4. Innings durch Walks und Hits auf 16:5 davonziehen, so dass Erlangen im 5. Inning mindestens einen Run gebraucht hätte, um das vorzeitige Ende durch 10-Run-Rule zu vermeiden, doch Pitcher Nico Eichhorn und die Defense ließen nichts anbrennen und machten den Sack zu.
Am Ende des Spieltags standen somit insgesamt sieben Homeruns zu Buche, zwei davon die Grand-Slams von Joseph Williams, der mit 10 RBI (Runs batted in) heute mit Abstand für die meisten Punkte gesorgt hat.
In zwei Wochen treten die Pirates in Memmelsdorf an – bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft nach der Pause an die offensiven Leistungen von heute anknüpfen kann.